Arbeitsrecht: Auswirkungen von CORONA und Quarantäne auf das Arbeitsverhältnis

CORONA oder Quarantäne - was nun?

1. Darf ich zu Hause bleiben, weil ich befürchte, mich bei der Arbeit anzustecken?

Beschäftigte dürfen der Arbeit nur fernbleiben, wenn sie arbeitsunfähig sind. Das gilt auch für Beschäftigte mit einer Vorerkrankung. Beschäftigte dürfen nur dann der Arbeit fernbleiben, wenn dies durch behördliche Anordnung (z.B. Quarantäne) vorgegeben ist.

2. Arbeitsentgelt bei festgestellter Viruserkrankung?

Wenn der Arzt eine Viruserkrankung feststellt, dann wird eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt mit der Folge, dass Lohn oder Gehalt bis zu sechs Wochen weitergezahlt werden, danach zahlt die Krankenkasse Krankengeld.

3. Arbeitsentgelt bei Quarantäne?

Werden Ausscheidende und Ansteckungsverdächtige ausgesondert (also in Quarantäne genommen gilt das Infektionsschutzgesetz (IfSG). Danach hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Erstattung des Netto-Verdienstausfalls durch die Behörde, den der Arbeitgeber gegebenenfalls für maximal sechs Wochen vorschießen muss. Danach wird die Entschädigung direkt gezahl - § 56 Abs. 2 S. 1 IFSG.

Für die ersten sechs Wochen wird sie in Höhe des Verdienstausfalls gewährt, vom Beginn der siebenten Woche an in Höhe des Krankengeldes nach § 47 Abs. 1 SGB V, soweit der Verdienstausfall die für die gesetzliche Krankenversicherungspflicht maßgebende Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht übersteigt (§ 56 Abs. 2 S. 2, 3 IFSG). Als Verdienstausfall gilt dabei das Arbeitsentgelt (§ 14 SGB IV), das den Beschäftigten bei der für sie maßgebenden regelmäßigen Arbeitszeit nach Abzug der Steuern und der Beiträge zur Sozialversicherung und zur Arbeitsförderung oder entsprechenden Aufwendungen zur sozialen Sicherung in angemessenem Umfang zusteht (Netto-Arbeitsentgelt). Der Betrag erhöht sich um das Kurzarbeitergeld und um das Zuschuss-Wintergeld, auf das die Beschäftigten Anspruch hätten, wenn sie nicht abgesondert worden wären.

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